Inhalte und Ziele


Förderung im emotionalen Bereich
Die Kinder sollen Selbstvertrauen gewinnen und ein gesundes  Selbstwertgefühl empfinden  können.  Der Ausdruck und die Steuerung von Emotionen in der Gruppe sollen gefördert werden.  In einer Atmosphäre der Geborgenheit können die Kinder Selbstvertrauen entwickeln und den  ersten  Schritt außerhalb des vertrauten Familienkreises bewältigen.

Förderung im Bereich des sozialen Verhaltens
Das soziale Verhalten der Kinder in der Gruppe soll durch eine einfühlsame Erziehung in vertrauensvoller Bindung zu den Betreuungspersonen positiv gestärkt werden. Hierzu zählen Eigenschaften wie Regeln lernen, Teilen können, Geben – bzw. Nehmen können, Zuhören können, Gemeinschaft und Verzicht erfahren können, eigene Interessen gewaltlos durchsetzen können, Rücksicht nehmen können, sich ein – und unterordnen, sich behaupten können, hilfsbereit sein und Konflikte konstruktiv lösen können.

Förderung im kognitiven Bereich
Im kognitiven Bereich sollen die  Sprache, Konzentration, Phantasie, Wahrnehmung, Begrifflichkeit, das Erkennen logischer Zusammenhänge sowie die Kritikfähigkeit gefördert werden.


Förderung im motorischen Bereich
Es sollen die Grob- sowie die Feinmotorik gefördert werden; dazu zählen Körperbildung, Gewandtheit, Geschicklichkeit, Sicherheit in der Bewegung, Körperbeherrschung und Fingerfertigkeit. Regelmäßige Bewegung sowie der Aufenthalt im Freien bzw. Ausflüge in den nahen Park, gehören in den Wochenablauf der Frühfördergruppe.

Förderung im Bereich  ästhetisch-künstlerisches Gestalten
Das Mal-, Form- u.a. Gestaltungsmaterial der Jugendkunstschule soll Aufforderungscharakter zu freiem und kreativen Gestalten haben. Die Kinder erhalten Gelegenheit Materialien zu erproben und anzuwenden, sowie ihre Ausdrucksmöglichkeiten im ästhetisch-künstlerischen Gestalten zu entdecken. Toleranz gegenüber individuellen Ausdrucksformen anderer wird ebenso geübt wie gegenseitige Akzeptanz. Das Vormalen, Vorgaben von Schablonen und Vorlagen zum einfachen Ausmalen werden hierbei vermieden, um die natürliche Entwicklung des Kindes ungehemmt zuzulassen.

Die Erzieher/innen bzw. Kindheitspädagog/innen und Kunst- bzw. Musikpädagogen/innen  verstehen sich als Wegbegleiter bei der  freien ästhetisch-künstlerischen Entwicklung der Kinder, ohne diese in feste Formen zu pressen. Hierbei sind Gestaltungsprozesse und Erfahrungen, sowie deren positive Unterstützung in der Regel wichtiger als das „vorzeigbare Werk“. Die Eltern sollten die „Zeichen“ ihrer Kinder be/achten und werden von den Erziehern/innen über Entwicklungsschritte und Ausdrucksformen ihrer Kinder innerhalb der Gruppe auf dem Laufenden gehalten.  Die Wahrnehmungsschule spielt hierbei eine zentrale Rolle.

Die Kinder lernen Fingerfarben, dicke Stifte, Öl- und Tafelkreiden, Temperafarben, Kleister, Knete, weichen Ton u.a. kennen.

Das Erlebnis und das Ausprobieren stehen hierbei im Vordergrund.

Die Kinder lernen auf spielerische Weise erstes soziales Verhalten in der Gruppe, Regeln und gestalterische Techniken kennen.

 

 


Förderung im Bereich Musik
Im musikalischen Bereich werden neben der Stimme und den körpereigenen Instrumenten, elementare  Instrumente aus dem kleinen Schlagwerk, wie Handtrommel, Rassel, Klanghölzer, Cymbeln, Triangeln, Klangbausteine u.a. spielerisch eingesetzt.  Es werden gemeinsam kindgemäße Lieder, Fingerspiele und Verse gelernt. Hierbei wird die Wahrnehmung musikalischer Parameter wie hoch-tief, laut-leise, schnell-langsam, hell-dunkel gefördert.

Einüben von täglichen Lebenssituationen
Bei der Einübung täglicher Lebenssituationen werden der Umgang mit Kleidung, Hygiene, Ernährung, Gesundheit, Natur, Technik und Gesellschaft  (Mitmenschen) in elementarer Weise gefördert.  Dies passiert z.B. beim Umkleiden, Toilettengang, gemeinsamen Essen, Händewaschen, Aufräumen, der Bedienung von Mobiliar und Geräten etc. und beim Lesen sowie im Spiel und im Erforschen der Umwelt.

Freispiel
Das Freie Spiel spielt im Kleinkindalter eine elementare Rolle, weshalb ihm hierzu genügend Freiraum zur Verfügung stehen muss. Es bestehen immer Möglichkeiten und Angebote für die Kinder ihre Zeit nach eigenen und freien Interessen zu gestalten. Auch hierbei soll die Selbständigkeit und Entscheidungsfähigkeit der Kinder gestärkt und Ausdauer und Konzentration gefördert werden. Erlebnisse können aufgearbeitet und verarbeitet werden (wie auch in den meisten anderen Bereichen).

Elternarbeit
Die Aufgabe der Kleinkindbetreuung sollte die Erweiterung und Ergänzung der Familienerziehung sein. Dies kann nur geschehen, wenn Erzieher/innen und Eltern zusammenarbeiten. Ein Zusammenarbeiten sollte durch einen ausführlichen Informationsaustausch zwischen Eltern, Erziehern/innen und Schulleitung geschehen. Zweimal im Jahr finden Elternabende statt. Der erste Elternabend wird gleich zu Beginn des Krippenjahres im September geplant. Der zweite Elternabend ist für das Frühjahr vorgesehen. Darüber hinaus findet einmal im Jahr ein persönliches Einzelgespräch mit den Eltern zur Entwicklung ihres Kindes statt.

Dokumentation
Die Erzieher/innen begleiten und beobachten die Entwicklung der Kinder und führen für jedes Kind ein Entwicklungsprotokoll. Zudem wird für jedes Kind eine Sammelmappe angelegt, in der selbst gestaltete Bilder und Fotos aufbewahrt werden können. Am Ende eines Krippenjahres werden die Mappen den betreffenden Kindern und deren Eltern ausgehändigt.